Vom 10. September bis zum 12. September haben sich die Research Koordinatoren aller ESN Länder in Brüssel getroffen zur finalen Konferenz des STORY Projektes, bei der die Online Plattform ErasmusIntern.org offiziell veröffentlicht wurde. STORY bedeutet Strengthening the Training Opportunities for InteRnational Youth und ist ein Projekt, welches während des vergangenen Jahres in Zusammenarbeit von ESN und der europäischen Kommission durchgeführt wurde. Das STORY Projekt dient dazu, die Trainingsmöglichkeiten für Austauschstudierende zu erhöhen und die Verfügbarkeit von internationalen Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten zu verbessern. Das Projekt wurde durch die Unterstützung der Europäischen Kommission gefördert um zusammen mit ESN an einer qualitativen als auch quantitativen Verbesserung von Ausbildungsmöglichkeiten zu arbeiten. Hierzu wurde eine Forschungsumfrage entwickelt, die sowohl den aktuellen Stand bezüglich Auslandspraktika näher erfasst hat, als auch den Bedarf und die Probleme bezüglich dieser näher analysierte. Die Zielgruppe der Umfrage waren sowohl Austauschstudierende als auch Universitäten und Firmen.

Am Mittwoch reiste ich, wie die meisten der Teilnehmer nach Brüssel. Diesmal war die Anreise für mich ausnahmsweise recht kurz und angenehm, da der Thalys mit einer Direktverbindung zwischen Köln und Brüssel Midi nur ca. 2 Stunden benötigt.

Im Youth Hostel angekommen traf ich auf viele bekannte Gesichter, aber auch viele neue Projekt Koordinatoren, Research Koordinatoren, Education Officer und viele andere, die als Vertreter ihrer Länder anreisten. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen mit ein paar belgischen Bieren in der Bar Delirium im Zentrum Brüssels.

Nach einer kurzen Nacht begann das Programm am nächsten Morgen um 9 Uhr mit einer kurzen motivierenden Willkommensansprache des internationalen Präsidenten von ESN Stefan Jahnke und gleich darauf wurden wir, unserer Erfahrung entsprechend, in drei Gruppen eingeteilt, in denen wir zusammen Ideen austauschen, Probleme bezüglich der Research Arbeit analysieren und die Zukunft des STORY Projektes planen konnten.

Für den Tag waren 4 Trainingseinheiten je 1,5 Stunden angesetzt und natürlich ein paar Verschnaufpausen zur Koffeinzufuhr und Stärkung.

Am Abend ging es dann zusammen zum Place du Luxembourg (Place Lux oder auch Plux genannt) neben dem Europäischen Parlament, wo sich abends Angestellte der umliegenden Institutionen auf ein Afterjob Bier treffen und den Tag ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen stand die Konferenz an. In Anzug und Krawatte oder Kostüm machten wir uns samt unserem Gepäck auf um an der finalen Konferenz des STORY Projektes und der offiziellen Veröffentlichung der Online Plattform ErasmusIntern.orgteilzunehmen.

Neben Präsentationen von der Projektverantwortlichen Margarida Carvalho (ESN Aveiro, Portugal), gab es viele weitere interessante Vorträge und Diskussionen zum Thema Mobilität von Studierenden sowie der Verfügbarkeit und Qualität von Praktika im Ausland.

Die Sprecher waren unter anderem:

Doris Pack (ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments)

Vanessa Debiais (Leiterin des Erasmus Teams – Europäische Kommission, DG Education and Culture)

Runa Vigdis Gudmarsdottir (Europäische Kommission, DG Education and Culture)

Stefan Jahnke (Präsident von ESN AISBL)

Thomas Berger (International Research Institute)

Pierre-Julien Bosser (InternsGoPro)

Allan Päll (Secretary General European Youth Forum YFJ)

Dominique Montagnese (Vizepräsident von ESN AISBL)

Emanuel Alfranseder (ehemaliger Präsident von ESN AISBL)

Joachim Wyssling (Campus Europea und ehemaliger Vizepräsident von ESN AISBL)

Auf Grundlage der Forschungsergebnisse wurde von ESN eine Online Plattform entwickelt, welche die sowohl die Suche nach Erasmuspraktika als auch die Suche nach geeigneten Praktikanten erleichtern wird.

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Die Online Plattform funktioniert tatsächlich hervorragend. Innerhalb der ersten Stunden nach Veröffentlichung haben Studierende, die dort ihr Profil errichtet haben, bereits Praktika gefunden.

Dennoch muss die Plattform natürlich weiterhin beworben werden und die Forschung wird weitergehen. Für’s Erste dürfen wir uns aber erst mal über den Release der Seite freuen und Studierende und Firmen können von der großartigen Arbeit ESNs profitieren.

Am Nachmittag hatte ich dann noch ein wenig Zeit und konnte einen Blick in das ESN Office werfen und das ESN Haus besuchen, in dem der internationale Vorstand während seines einjährigen Mandats wohnt. Nach einem Abendessen zusammen mit den ca. 20 anderen ESN Mitgliedern, die für anschließende Committee Meetings blieben, reiste ich müde aber glücklich mit der U-Bahn Linie 5 Richtung Erasmus (passend oder? :P) zurück zum Bahnhof und kam am späten Abend wieder in Köln an.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass wir alle genau das Richtige machen! Unsere Arbeit als ESNer ist nicht nur für uns selbst ein großer Gewinn indem wir unglaublich viel lernen und uns weiterentwickeln und somit für unsere eigene berufliche und persönliche Zukunft das Beste schaffen, sondern auch von erheblicher Bedeutung für die europäische Gemeinschaft und die Zukunft Europas. Und einmal mehr bin ich stolz, ein Teil dieses großartigen Netzwerkes zu sein und hoffe ihr seid es auch! 
Für weitere Informationen sprecht gerne mich oder eure lokalen Repräsentanten an.

von Ilona